EK Winnenden - TSV Rudersberg 18:21
Kleiner Kader, großer Kampf
Am vergangenen Samstagabend spielten die Rudersberger Frauen in Winnenden gegen einen aus der letzten Spielzeit bekannten Gegner. In der vergangenen Saison wurde das Hinspiel klar verloren, aber das Rückspiel konnten die Rudersberger Mädels für sich entscheiden. Aufgrund dieser Tatsache und einem stark dezimierten Kader, blickten die Gäste diesem Spiel mit einem doch mulmigen Gefühl im Bauch entgegen. Aus den zuletzt absolvierten Spielen dieser Saison wusste man zwar, dass man auch mit einem kleinen Kader, aber großem Kampfgeist gegen die Tabellennachbarn bestehen kann, aber ob es diesmal reichen würde, stand in den Sternen.
So starteten die Gäste auch recht nervös und aufgeregt. Zwar stand die Abwehr recht gut und die Gastgeber kamen nur schwer zu Torerfolgen, doch im Angriff des TSV Rudersberg merkte man die Nervosität stark: schön herausgespielte und klare Torchancen konnten nicht verwandelt werden, denn die Bälle prallten entweder an der Torhüterin oder am Pfosten ab. Dies änderte sich auch im Verlauf der ersten Halbzeit nicht, so dass die Winnender Frauen nicht nur mit 2:0 in Führung gingen, sondern diese Führung auch bis zur Halbzeit nicht mehr abgaben. Auch zahlreiche 2 Minuten Strafen auf Seiten der Winnender konnten von den Gästen nicht dazu genutzt werden das Spiel zu drehen. Die Frauen aus Rudersberg konnten zwar noch vor dem Halbzeitpfiff auf 8:7 verkürzen, aber mehr war hier erstmal nicht drin.
In der Pause gab es in der Kabine natürlich einiges an Kritik: vor allem bei der Chancenverwertung und dem sonst unerschütterlichen Kampfgeist waren Steigerungen nötig, wenn man die Punkte mit nach Rudersberg nehmen wollte.
Frauen machen vielleicht nicht immer was Männer bzw. Trainer sagen, aber diesmal schien es gefruchtet zu haben, was der Trainer sagte. Zunächst erhöhten die Gasgeberinnen zwar auf 9:7, doch dann kamen die Rudersbergerinnen vor allem im Angriff viel besser ins Spiel: die klaren Torchancen wurden verwandelt und auch aus dem Rückraum stieg die Treffsicherheit. So kämpfte man sich zum 9:9 Ausgleich heran und ging dann auch mit einem Tor in Führung. Diese Führung gaben die Rudersbergerinnen nun nicht mehr her, zwar dauerte es eine Zeit bis man einen 3 Tore-Vorsprung herausarbeiten konnten, aber diesen erkämpfte man sich redlich.
So war es am Ende wieder entscheidend, dass in der zweiten Halbezeit die Abwehr weiterhin sicher stand, die Treffsicherheit gesteigert wurde und alle Spielerinnen des TSV Rudersberg ihren Kampfgeist wiederbelebt hatten. Lohn der Mühen war am Ende ein hart erkämpfter 18:21 Erfolg für die Rudersberger Frauenmannschaft zu Buche.
Die Rudersberger Mädels freuen sich nun auf die Weihnachtspause und wünschen allen Fans, Freunden und Familien sowie allen Mannschaften ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch.
Es spielten: C. Brenner (Tor); B. Jansen (Tor); A. Bossert; S. Matzanke; S. Paulus; S. Klaus; M. Eisemann; Kerstin Ott; N. Degele